Freiwillige Feuerwehr Wippenham


Atemschutz:


Körperliche Tauglichkeitsüberprüfung
bis 49
alle 5 Jahre
ab 50
alle 2 Jahre
ab 55
jedes Jahr


Gefahren beim Atemschutzeinsatz

Einsturz:
sorgfältiges Erkunden, ständiges beobachten, bei Gefahr Rückzug, bei akuter Gefahr kein Einmarsch

Behälterzerknall:
Feststellen um welchen Stoff es sich handelt, kühlen, Deckungmöglichkeit suchen, in Bodennähe vorgehen, Abstand halten

Sturz:
vorsichtig vorarbeiten, kriechend, sichern bei Absturzgefahr

Verbrennen:
in Bodennähe vorgehen, Brandgase kühlen, Schutzkleidung Haube und Handschuhe

Vergiften:
Kontaminierte Kleidung reinigen bzw. nach dem Einsatz duschen.

Verätzen:
Handschuhe sind meistens nicht säurefest sondern nur etwas säurebeständig

Schneiden, Quetschen:
Einsatzbekleidung (Handschuhe, Stiefel, Helm, Jacke), nicht in Maschinen greifen, richtiges Werkzeug

Elektrischer Strom:
Abstand halten (siehe Einsatz/Brand), geeignetes Löschmittel


Bei Übermüdung, Krankheit, Medikamenteneinfluss, Alkoholeinfluss, Gipshand ist man nicht einsatzfähig.

Atemschutzsammelplatz bei grünem Drehlicht

Abmelden und Rückmelden, damit Trupps bei Unfällen vermisst werden.

Ein Trupp besteht aus 3 Geräteträgern. Er geht immer gemeinsam vor. Durchzählen während des Einsatzes ob er komplett ist.

Es gibt immer 1 Trupp als Sicherheitsreserve, der vollausgerüstet bereit steht.

Bei körperlich belastenden Arbeitsdurchgänge, 30 Minuten Pause zwischen den Einsätzen.

Für den Rückweg ist die doppelte Luftmenge wie für den Hinweg einzuplanen.

Im Firecontainer kann der Ernstfall geprobt werden.

Gefüllten Schlauch oder Rettungsleine um ein Verirren im Gebäude zu verhindern.

EX Schutz bei elektrischer Ausrüstung um Funken und damit Explosionen zu verhindern.

Bei mittelschwerer Arbeit im Einsatz benötigt man 40 – 60 l Atemluft pro Minute.

Atemkrise bei zu flachem und hastigem Atem – Ruhig und Tief Atmen!


Gärgas, CO2 (Kohlendioxid) ist schwerer als O2 (Sauerstoff). Deswegen sammelt sich dieses eigentlich ungiftige Gas in Kellern, Silos und Jauchegruben an und verdrängt dort den Sauerstoff.

CO (Kohlenmonoxid) blockiert den Sauerstofftransport im Körper. Es entsteht bei schlechter Verbrennung zB bei defekten Gasthermen oder Heizungen.

Acetylenflaschen. Sollten aus einer Deckung heraus gekühlt werden. Falls das Ventil beschädigt ist, sollte die Flamme nicht gelöscht werden, da sich sonst ein explosionsfähiges Gemisch bildet.


Kurzüberprüfung vor dem Einsatz, von jedem selbst durchzuführen:
1. allgemeiner Zustand der Ausrüstung, Beschädigung, Dichtheit,
2. erstes Ventil öffnen, Luftdruck mind. 180 bar
3. Ventil wieder schließen, Luft über Zuschussknopf langsam ablassen.
4. Warneinrichtung muss bei ca. 55 bar ansprechen.
5. zweites Ventil öffnen, Luftdruck wieder mind. 180 bar
6. Zum Abschluss beide Ventile voll öffnen

Dichtheit der Maske überprüfen. (Handballen auf den Lufteinlass legen und ansaugen, es darf keine Luft eindringen.)
Lungenautomat erst bei Erhalt des Angriffsbefehles anschließen.

Vollmaske: Die Einatemluft strömt über die Sichtscheibe und verhindert so ein beschlagen.
Fall sie doch beschlägt, Zuschussknopf drücken um den Lufteinfluss kurzzeitig zu erhöhen.

Pressluftatmer: 2 Flaschen mit je 4 l Volumen zu je 200 bar sind 1600 l Luft
bzw. 1 Flasche mit 6 l Volumen zu 300 bar sind 1800 l Luft.

Stahlflaschen: Druckprobe alle 10 Jahre, unbegrenzte Lebensdauer
Composit mit Aluminium Innenkörper: Druckprobe alle 3 Jahre, ausscheiden nach 15 Jahren
Composit mit Kunststoff Innenkörper: Druckprobe alle 3 Jahre, unbegrenzte Lebensdauer
Compositflaschen sind leichter und haben ein größeres Volumen

 

 

Gefährliche Stoffe

Gefahrennummer/Stoffnummer zur Kennzeichnung der Gefahr

Die Gefahrnummer ist in der oberen Hälfte einer Gefahrentafel die an Fahrzeugen angebracht ist.
Die Nummer besteht aus mindestens zwei bis maximal drei Ziffern, die die wichtigsten von dem Stoff ausgehenden Gefahren aufzählt, eventuell mit einem vorangestellten X für Zusatz-Gefahr in Zusammenhang mit Wasser.
Kombinationen von verschiedenen Ziffern sind möglich. Die Verdopplung einer Ziffer bedeutet eine Erhöhung der Gefahr dieser Art.
Wenn die Gefahr durch eine Ziffer ausreichend beschrieben wird und keine zusätzliche Gefahr besteht, so wird eine Null angehängt, um mindestens zwei Stellen zu erzeugen.
Die Ziffern der Kemler-Zahl entsprechen im allgemeinen der Gefahrgutklasse des Gutes, mit Ausnahme der Klasse 1 Explosivstoffe, die – wegen der Verwechslungsgefahr mit „7“ – mit Zahlen für Entzündbarkeit (3, 4) ausgezeichnet werden.

Bedeutung der Ziffern:
• 1 - (Nicht vergeben)
• 2 - Gefahr des Entweichens von Gas durch Druck oder chemische Reaktion
• 3 - Entzündbarkeit von Flüssigkeiten (Gase/ Dämpfe) oder selbsterhitzungsfähiger flüssiger Stoff
• 4 - Entzündbarkeit von festen Stoffen oder selbsterhitzungsfähiger fester Stoff
• 5 - Oxidierende (brandfördernde) Wirkung
• 6 - Gefahr durch Giftigkeit oder Ansteckung
• 7 - Gefahr durch Radioaktivität
• 8 - Gefahr durch Ätzwirkung
• 9 - Gefahr einer spontanen heftigen Reaktion
• 0 - Ohne besondere Gefahr (zum „Auffüllen“ der zweiten Stelle)
• X - Reagiert auf gefährliche Weise mit Wasser

Die Stoffnummer ist die untere Nummer auf den orangefarbigen Warntafeln.
Die UN-Nummern werden nicht nur für einzelne chemische Verbindungen vergeben, sondern auch für Stoffgruppen und Güter mit ähnlichem Gefährdungspotential.

Einige Beispiele:
• 1057: Feuerzeuge mit entflammbarem Gas
• 1202: Dieselkraftstoff oder Heizöl
• 1203: Benzin oder Ottokraftstoff
• 1223: Petroleum beziehungsweise JET-A1 (Kerosin)
• 1230: Methanol
• 1428: Natrium
• 1950: Druckgaspackungen (Sprühdosen) mit entflammbaren Aerosolen
• 1965: Flüssiggas
gesamte Stoffnummerndatenbank

 

Sanität:

Erste Hilfe ist nicht nur eine moralische, sondern auch eine gesetzliche Pflicht.

Was sind die Aufgaben des Ersthelfers, der Erste Hilfe leistet?

  • Lebensrettende Sofortmaßnahmen
  • Notruf
  • Weitere Erste Hilfe
  • Ärztliche Behandlung / Transport


Lebensrettende Sofortmaßnahmen

Aus Gefahrenzone bergen bzw. absichern (Einsätze/Verkehrsunfall)

Starke Blutungen stillen

bei Bewusstlosigkeit in stabile Seitenlage bringen
Bewusstseinskontrolle: ansprechen, berühren, Schmerzreiz zufügen

bei Atemstillstand beatmen und Herzmassage, da nach einem Atemstillstand der Kreislauf auch unmittelbar zusammenbricht.
Atmungskontrolle: hören ob Atemgeräusche vorhanden sind, auf Brustkorbbewegung schauen, fühlen der Ausatemluft

Beatmung bzw. Herzmassage
Atemwege frei machen: beengende Kleidungsstücke entfernen und die Mündhöhle kontrollieren
Überstrecken des Kopfes
Nase zuhalten
30 Mal Herzmassage
Auf einer harten Unterlage in der unteren Hälfte des Brustbeines mit gestreckten Armen und übereinander gelegten Händen ca. 4 – 6 cm niederdrücken.
2 Mal beatmen


Notruf

Wo ist der Unfallort?
Was ist geschehen?
Wie viele Verletzte?
Wer ruft an?


Weitere Erste Hilfe

Wunden versorgen
sachgerechte Lagerung
Verletzten seelisch betreuen

Stabile Seitenlagerung:
Der Verletzte liegt am Rücken
Einen Arm des Verletzten im rechten Winkel ausstrecken, der Erstversorger befindet sich auf dieser Seite des Verletzten.
Das Knie des Verletzten, dass weiter weg vom Erstversorger ist anziehen und die andere Hand des Verletzten nehmen und darauf legen.
Das Knie mit der Hand dann zum Erstversorger drehen, dabei dreht sich der Körper des Verletzten.
Den Kopf überstrecken und auf die vorher ausgestreckte Hand legen.

Schocklagerung:
Hochlagern der Beine, Zudecken, öffnen beengender Kleidungsstücke, seelischer Beistand

Starke Blutung:
Fingerdruck und Druckverband
Hochhalten der Wunde
Abbinden
Schockbekämpfen

Tief eingegrundgene Fremdkörper:
Fremdkörper die aus der Wunde herausragen aufgrund der Stoppelwirkung nicht entfernen.

Tierbisse:
mit heißem Seifenwasser auswaschen

Verätzungen:
mit reinem Wasser auswaschen (bei Augen 10 Minuten ausspülen)

Giftschlangenbisse:
Ruhigstellen und kalte Umschläge

Insektenstiche:
Kalte Umschläge

Verbrennungen:
Kleidung vorsichtig entfernen, jedoch eingebrannte Kleidungsreste nicht losreißen
10 Minuten mit kaltem Wasser kühlen

Erfrierungen:
Warme, gezuckerte Getränke.
Rumpf vor den Gliedmaßen erwärmen.
Unterkühlten nicht einschlafen lassen.

Quetschungen:
Ruhigstellen, Hochlagern, kalte Umschläge, falls Schwellung - beengende Kleidungsstücke entfernen

Gelenksverletzungen:
Ruhigstellen, Hochlagern, kalte Umschläge, falls Schwellung - beengende Kleidungsstücke entfernen

Knochenbrüche:
Nicht bewegen, falls Schwellung - beengende Kleidungsstücke entfernen

Kopfverletzungen
mit erhöhtem Oberkörper lagern

Brustkorbverletzungen:
beengende Kleidungsstücke entfernen, mit erhöhtem Oberkörper lagern

Bauchverletzungen:
Bauchdecke entspannen durch Lagerung mit angezogenen Beinen bzw. Knierolle


Vergiftungsinformationszentrale 01/406 43 43
Erste Hilfe Quiz
Erste Hilfe Online Kurs


 

Funk:

Denken – Drücken – Schlucken – Sprechen

Funkvokabular
Ich berichtige - bei Fehlern
Wiederholen kommen - wenn man den anderen nicht verstanden hat
Achtung Spruch – wenn der andere mitschreiben soll
Ende – schließt das Gespräch ab
Ich buchstabiere – bei unklaren Worten oder Eigennamen
Hier … – So meldet man sich, nachdem man angefunkt wurde oder bei Meldung an alle.
Alle von … - Sammelruf an alle, der von der Rufstelle mit Ende beendet wird.
Meldung an …. - Übermittlung: falls kein direkter Funkkontakt besteht

Typischer Ruf: Pumpe von Feuerwehr Niederkreuzstetten, Kommen.
Zuerst wird immer der angerufene genannt, dann der Rufer

Reihenruf: wenn mehrere Funkstellen angerufen werden, in der Reihenfolge der Nennung antworten.
Selektivruf – durch drücken einer Taste wird eine bestimmte Gegenstelle gerufen. (113 Florian Mistelbach, 713 Florian Wolkersdorf, 200 Florian Tulln)

Funkrufnamen
Florian (zB Mistelbach)
Feuerwehr (zB Niederkreuzstetten)
Fahrzeuge: Kommando, Tank, Pumpe, Rüst, Leiter, Mannschaftstransport, Rüstlösch
Handfunkgeräte: Anton, Berta, Cäsar, Dora
Taktische Verwendung: Einsatzleitung, Atemschutzsammelplatz

Kanäle
Bezirkskanal: Kanal 8
allgemeiner Ausweichkanal: Kanal 1 und Kanal 10
allgemeine Feuerwehrfrequenz: Kanal 2 (nur nach Rücksprache mit Florian)

Standortwechsel bei Funkschatten.
Squelch - Rauschsperre

Sirenen
15 sec. wiederholt – Feuerwehreinsatz
3 Minuten Dauerton – Katastrophenwarnung
1 Minute Auf und Ab – Katastrophenalarm
1 Minute Dauerton - Entwarnung

Pagerauslösung
1. Adresstaste
2. Start Geber drücken
3. Knopf leuchtet
4. Start Geber drücken – nun kann eine Meldung mit einer Länge von max. 15 sec. durchgegeben werden.
5. Microanzeige beginnt zu leuchten und blinkt bei Restzeit von 5 sec.

Buchstabiertafel
A Anton
Ä Ärger
B Berta
C Cäsar
Ch Christine
D Dora
E Emil
F Friedrich
G Gustav
H Heinrich
I Ida
J Julius
K Konrad
L Ludwig
M Martha
N Nordpol
O Otto
Ö Österreich
P Paula
Q Quelle
R Richard
S Siegfried
Sch Schule
ß scharfes S
T Theodor
U Ulrich
Ü Übel
V Viktor
W Wilhelm
X Xaver
Y Ypsilon
Z Zürich

 

 

Fahrzeug und Geräte:

Zu den Fahrzeugen

Tragkraftspritze:
Frostschutzwasserablass schließen (Hebel paralell zur Maschine)
Starten mit dem kleinen Drehknopf
Einkuppeln
Großer Drehknopf auf Saugen
Wenn Druck aufgebaut ist können die B-Leitungen geöffnet und die Motorleistung erhöht werden.


 

Notstromaggregat:
Verbraucher erst nach dem Starten anschließen.
Auspuff wird extrem heiß: Vorsicht nur mit Handschuhen angreifen.

 

Schere und Spreitzer:
wird mit dem Notstromaggregat betrieben.
Wählhebel um zwischen Schere und Spreitzer umzuschalten.
Aufsätze nur bei nicht unter Druck stehender Leitung wechseln.


 

Motorsäge:
Choke einschalten
Vollgas einrasten
Starter mehrmals ziehen bis die Motorsäge den ersten "Huster" macht.
Choke ausschalten
Vollgas bleibt eingerastet
Starter ziehen bis Motorsäge läuft

Hochdruck:
Haspelbremse lösen


Seilwinde:
Die Fernbedienung liegt im Handschuhfach


Druckbelüfter

Aktuelle Ereignisse im Bezirk
Einsätze in OÖ